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Fettnäpfchen? Tritt doch einfach mal rein!

Möchtest du gerne Tipps, um in Japan erfolgreich die schlimmsten Missgeschicke zu umschiffen? Ganz ehrlich: Ich weiß etwas Besseres!

Viele Teilnehmer meiner interkulturellen Trainings erwarten eine Art Gebrauchsanweisung: „Ich möchte wissen, wie ich in Japan Fettnäpfchen vermeiden kann.“, höre ich sehr oft. „Was darf ich machen, was nicht?“

Der Wunsch nach konkreten Verhaltensanweisungen ist groß, aber ich erfülle ihn in den meisten Fällen nur ungern. Nicht weil ich grundsätzlich gemein bin, sondern weil die Konzentration auf die „Dos and Don´ts“ Risiken birgt.

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Sommer in Asien? Bleib trotzdem cool!

Diese Hitze!

Der Sommer 2018 war so heiß und trocken, dass ein riesiger Baum direkt vor meiner Nase plötzlich umkippte.

Stell dir das mal vor!

Ehrlich, es war so, als ob die Realität einen Riss bekäme, als ob die Wahrnehmung mir einen Streich spielen würde. Es hat schon etwas Epochales, wenn ein Baumstamm so von alleine auseinander bricht und tot auf die Erde kracht.

Nun ist er vorbei, der Sommer 2018. Plötzlich wurde es kälter und schon hustet und schnieft es um mich herum. Kaum vorstellbar, aber vor wenigen Wochen hatten wir einen Sommer, der den Namen auch verdiente.

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Terrace House

こんばんは。テラスハウスは見ず知らずの男女6人が共同生活する様子をただただ記録したものです。用意したのはステキなおウチとステキな車だけです。台本は一切ございません。はい!

Um es vorwegzunehmen, ich liebe Terrace House.

Für alle, die Japanisch lernen und möglichst authentische Situationen und Gespräche studieren möchten, gibt es nichts besseres.

Das Prinzip dieser Realityshow ist schnell erklärt: Sechs junge Leute, drei Frauen und drei Männer, leben gemeinsam in einem seehr komfortablen Haus und werden dabei gefilmt. Das ist eigentlich alles.

Kommt uns das bekannt vor? Na klar! Weltweit gab es bereits die ein oder andere Version dieses Konzeptes und in Deutschland lief und läuft eine besonders tolle Variante!

24 Stunden Videoüberwachung und ein Haufen selbstdarstellerischer Idioten, eingepfercht in einem Container? So ist Terrace House nicht!

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Der Weg zur Sonnengöttin

Die Probleme fingen schon viele Monate vor unserer Reise nach Japan an.

Es war, als wir in Deutschland die Reise in der Reise planen wollten. Ich musste schließlich zugeben, dass meine Vorstellung, in Japan einfach spontan hier- und dorthin zu fahren, unrealistisch war. Nicht in der Neujahrszeit und auch nicht zu den Orten, zu denen wir wollten.

Ich mag das Gefühl eigentlich nicht, jeden Schritt im Voraus festlegen zu müssen. Wer richtet sich bei der Reise nun an wen? Bin ich immer noch das handelnde Subjekt oder muss ich mich dem Plan unterwerfen?

Ok, ich muss mich dem Plan unterwerfen!

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Ein normaler Flug nach Japan?!

Die Anreise verlief angenehm glatt. Ausreichend Zeitpuffer eingeplant, sind meine Frau und ich entspannt in den Flieger gestiegen. Wieder ausgestiegen sind wir eher als schlechte Kopie unserer Selbst. Eine merkwürdige Transformation zum Zombie, die da irgendwo zwischen Russland und der Mongolei passiert sein muss. Einmal würde ich es gerne schaffen, fit aus dem Flieger zu steigen.

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Der fremde, ferne Osten

Ich erlebe es an mir selbst und beobachte es bei anderen. Bei der Begegnung mit einer ungewohnten Kultur fallen mir zuerst die Unterschiede auf.

Diese Unterschiede warten ja auch förmlich an jeder Ecke auf mich: Im koreanischen Studentenwohnheim, in dem es eine Sperrstunde gibt (nach zehn kein Einlass mehr, es sein denn, man bettelt den dienstführenden Aufseher an), an der japanischen Supermarktkasse, an der meine Produkte sorgsam für mich eingepackt werden, oder an der koreanischen Ampel, die, einmal auf rot gesprungen, mir kaum Zeit lässt, das rettende Bürgersteigufer zu erreichen.

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Die Macht des Mangas

Falls du dich je gefragt haben solltest, wer den modernen Buchdruck erfunden hat, es war nicht Johannes Gutenberg! Zu dieser Erkenntnis musste ich während meines Koreanistikstudiums kommen. Ich habe nie danach gefragt und dennoch eine Antwort bekommen. Einige Koreaner, mit denen ich Sprachaustausch machte, belehrten mich gerne, dass in Korea bereits 1377, also fast acht Jahrzehnte vor Gutenberg, eine vergleichbare Druckkunst entstand. Dieser Vorsprung schien von Bedeutung zu sein.

Vielleicht kennst du das auch. Im Umgang mit einer anderen Kultur spielen Selbstverständlichkeiten plötzlich keine Rolle mehr. Zumindest ist nicht immer klar, was selbstverständlich ist. Das kann man doof finden oder faszinierend. Neutral betrachtet ist es einfach eine Frage der Perspektive. Die unterschiedliche Wahrnehmung von Normalität ist auch nicht das eigentliche Problem. Es gibt etwas Anderes, etwas, das uns auf viel tieferer Ebene berührt und unsere persönlichen Grenzen in interkulturellen Begegnungen setzt: Das Gefühl von Identität. Und das hat erstaunlich viel mit Mangas zu tun.

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Einleitung – Training für die Fremde

Ist der Koffer schon gepackt? Wohin gehts? Nach Südkorea, nach Japan? Wie lange bleibst du? Wie tief soll die Beziehung mit Ostasien werden? Und … wie beginnst du damit überhaupt?

Ich habe mich damals ziemlich kopflos ins Abenteuer gestürzt, hoch idealistisch ja und mit schwarzem Gürtel im Taekwondo im Gepäck stand ich dann in Südkorea und alles war anders. Schockierend, wie wenig ich als Asienfan wirklich wusste.

Ja, ich denke, ein guter Start schadet nie, bei jedem Unternehmen. Ob du anfängst, Japanisch zu lernen, oder ein Jahr in Südkorea verbringen wirst: Je besser du startest, desto einfacher wird es. Und je bewusster die ersten Schritte begangen werden, desto klarer kannst du weiterschreiten.

Achtsamkeit ist mein zentrales Thema. Eine achtsame, offene Begegnung mit Ostasien erscheint auch mehr als notwendig. Zwischen dem Osten und dem Westen liegt ein Ozean voll festgefahrener Vorstellungen. Zu oft wird aneinander vorbeigeredet. Kein Wunder! Mit all den Klischees und Erwartungen im Gepäck, wie können sich beide Seiten ernsthaft treffen?

Viel mehr gilt es, die Wahrnehmung zu schulen und zuzuhören.

Es gibt so viel zu entdecken, jenseits der Klischees.

Dafür steht meine Seite „Klares Asien“ und meine Arbeit als Trainer: Achtsames, interkulturelles Lernen und Leben, fernab von Vorurteilen.