Neueste Artikel

High School Programm – Mit GLS nach Japan

Mit GLS nach Japan.

Einige Oberstufler pausieren die hiesige Schule, um für ein Jahr ins Ausland zu gehen, Land und Leute kennenzulernen. Viele gehen in die USA, manche nach Japan.

Für mich sind diese „Japanverrückten“ ganz besonders.

Sich für Japan zu entscheiden, zeugt von außerordentlichem Interesse und Engagement. Dahinter steckt mehr als nur eine Auszeit vom gewohnten deutschen Schulalltag.

Bis zu zehn Monate leben sie meist in einer Gastfamilie und nehmen am Unterricht der japanischen High School teil. Davor habe ich Respekt, denn einerseits kann ich ihre Begeisterung und ihre Erwartungen verstehen, andererseits weiß ich, wie intensiv die Erfahrungen ganz bestimmt werden. Der Dauerbeschallung japanischer Kultur werden sie sich kaum entziehen können. Das ist nicht immer einfach. Ich versuche zu helfen. Weiterlesen

Hamburg, Heimat, Hypnose

Etwas verunsichert warte ich auf meinen Burger.

Ich kenne das System hier noch nicht richtig. Bezahlt habe ich ja schon, doch nun sitze ich in Reich- und vor allem Hörweite der Essensausgabe, um ja nichts zu verpassen.

Wir sind nicht in Tokio oder Seoul. Wir sind in Hamburg und ich bin ein Hamburger… und ja, ich esse jetzt auch einen. So, jetzt ist er raus, der Witz, bei dem sich schon so viele Asiaten schier weggeschmissen haben vor Lachen.

Mir ist aber gerade nicht zum Lachen, ich habe Hunger. Außerdem erwartet mich eine intensive Woche, auf die ich mich zwar freue, aber vor der ich auch ordentlich Respekt habe.

Ich lebe nun schon seit sieben Jahren in Heidelberg und viel zu selten war ich inzwischen in meiner Heimatstadt, in der ich geboren, aufgewachsen und meinen Uni-Abschluss erworben habe.

Was ist Heimat für dich? Weiterlesen

Reisen in Ostasien? Langsam bitte!

Achtsamkeit kann auf so viele Lebensbereiche angewendet werden.

Ich bin nicht immer achtsam. Manchmal will ich es auch nicht sein. Trotzdem: Seitdem ich mich mit dem Thema beschäftige, spezielle Übungen durchführe und stärker darauf achte, wie bewusst ich etwas mache, seitdem wächst der Wunsch, ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Kaffeetrinken ist ein gutes Beispiel. Morgens, noch kein Wort gesprochen, aus dem Fenster gucken, die Aromen einatmen und schmecken. Der Morgen öffnet sich und die bewussten ersten Schlucke geben den Takt des Tages an.

Das ist so eines dieser kleinen, unspektakulären Rituale, die ich in meinem Leben als äußerst gelungen ansehe.

Auch das Reisen möchte ich achtsamer gestalten. Weiterlesen

Oshogatsu und andere Überraschungen

Von 2008 bis 2011 habe ich in dieser kleinen, aber dennoch in Japan recht bekannten Stadt namens Onomichi gelebt. In der Hiroshima-Präfektur gelegen, direkt an der wunderschönen Inlandsee, zieht sie regelmäßig Touristen, Künstler und Filmemacher an.

Der Schiffsbau ist hier groß und Onomichi-Ramen das bekannteste Gericht. Außerdem spielt der neuste Teil der Videospielreihe „Yakuza 6“ teilweise in Onomichi. Das ist aber alles nur nebensächlich, denn in erster Linie wohnt die Familie meiner Frau hier. Weiterlesen

Wie schwer ist Japanisch wirklich?

„Nicht reden, Suwo“, sagte er. „Heute abend wünschen denken.“ (John Blackthorne, S. 421)

 

Die gute Nachricht ist: Asiatische Sprachen sind gar nicht soo schwer.

Japanisch, Koreanisch, Chinesisch… kannst du lernen! Es geht. Es gibt genug wandelnde Vorbilder da draußen, die das bewiesen haben.

Ich, zum Beispiel, bin geradezu umzingelt von solchen Exemplaren.

In meinem Freundeskreis gibt es so viele Japanischkenner und -könner, dass ich schon überlegt habe, ihn zu wechseln. Ich brauche unbedingt mehr Freunde, die schlechter sind als ich!!

Heutzutage scheint es bei den jungen Leuten auch kaum noch Berührungsängste zu geben. Geradezu „respektlos“ schmeißen sie mit japanischen Begriffen um sich, texten sich sogar auf japanisch und wünschen sich morgens „Ohayou!“ und abends „Oyasumi!“ Und das, obwohl sie normale Schüler sind und noch nie in Japan waren. Der Austausch und die Informationsflut ist dank Internet enorm.

Sowas gab es bei uns früher nicht! Nicht bei uns!

Wir hatten noch Ehrfurcht. Unsere Quellen waren nicht das Internet oder Comics. Wir hatten andere Vorbilder.

John Blackthorne zum Beispiel. Und der hat sich noch so richtig quälen müssen. (Gleich mehr davon…^^)

Aber was nun? War die frühere Sichtweise nichts als ein furchtbares Missverständnis? Sind asiatische Sprachen also in Wirklichkeit ein Klacks?

Weiterlesen

Fettnäpfchen? Tritt doch einfach mal rein!

Möchtest du gerne Tipps, um in Japan erfolgreich die schlimmsten Missgeschicke zu umschiffen? Ganz ehrlich: Ich weiß etwas Besseres!

Viele Teilnehmer meiner interkulturellen Trainings erwarten eine Art Gebrauchsanweisung: „Ich möchte wissen, wie ich in Japan Fettnäpfchen vermeiden kann.“, höre ich sehr oft. „Was darf ich machen, was nicht?“

Der Wunsch nach konkreten Verhaltensanweisungen ist groß, aber ich erfülle ihn in den meisten Fällen nur ungern. Nicht weil ich grundsätzlich gemein bin, sondern weil die Konzentration auf die „Dos and Don´ts“ Risiken birgt.

Weiterlesen

Sommer in Asien? Bleib trotzdem cool!

Diese Hitze!

Der Sommer 2018 war so heiß und trocken, dass ein riesiger Baum direkt vor meiner Nase plötzlich umkippte.

Stell dir das mal vor!

Ehrlich, es war so, als ob die Realität einen Riss bekäme, als ob die Wahrnehmung mir einen Streich spielen würde. Es hat schon etwas Epochales, wenn ein Baumstamm so von alleine auseinander bricht und tot auf die Erde kracht.

Nun ist er vorbei, der Sommer 2018. Plötzlich wurde es kälter und schon hustet und schnieft es um mich herum. Kaum vorstellbar, aber vor wenigen Wochen hatten wir einen Sommer, der den Namen auch verdiente.

Weiterlesen

Terrace House

こんばんは。テラスハウスは見ず知らずの男女6人が共同生活する様子をただただ記録したものです。用意したのはステキなおウチとステキな車だけです。台本は一切ございません。はい!

Um es vorwegzunehmen, ich liebe Terrace House.

Für alle, die Japanisch lernen und möglichst authentische Situationen und Gespräche studieren möchten, gibt es nichts besseres.

Das Prinzip dieser Realityshow ist schnell erklärt: Sechs junge Leute, drei Frauen und drei Männer, leben gemeinsam in einem seehr komfortablen Haus und werden dabei gefilmt. Das ist eigentlich alles.

Kommt uns das bekannt vor? Na klar! Weltweit gab es bereits die ein oder andere Version dieses Konzeptes und in Deutschland lief und läuft eine besonders tolle Variante!

24 Stunden Videoüberwachung und ein Haufen selbstdarstellerischer Idioten, eingepfercht in einem Container? So ist Terrace House nicht!

Weiterlesen