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Podcast 02: Mirja Maletzki, ein Star in Korea

 

 

Dorint Hotel Köln, nach einem gepflegten Club-Sandwich geht es nach oben ins Zimmer.

Mirja ist perfekt vorbereitet. Auf ihrem kleinen Hotelzimmertisch türmen sich verschiedenste Teesorten aus Südkorea, dazwischen zwängt sich der Schwanenhalskessel mit Temperatureinstellung.

Ich wusste es ja schon immer: Mirja ist ein Nerd! Im positiven Sinne versteht sich. Wenn sie sich interessiert, dann so richtig.

Der Podcast mag und mag nicht beginnen, so viel weiß Mirja über koreanischen Tee zu berichten. Ich höre zu, staune, rieche an immer neuen Sorten, die mir Mirja im Eiltempo unter die Nase hält.

Wir müssen unbedingt einen Spezialpodcast mit ihr nur über Tee machen! Es lohnt sich. So viel kann ich schon mal versprechen. Wunderbar neuartige Aromen warten auf dich.

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Korea und die Kulturschockkurve

Was mir zu Korea einfällt…

Oh, da kommt einiges hoch.

Immerhin hat sich nach 20 Jahren so einiges angehäuft. Doch ein einheitliches Bild kann ich nicht liefern.

Vielmehr hatte jede Phase meiner Koreabeziehung eine vollkommen unterschiedliche Bedeutung und jede Phase enthält somit ihre eigens innewohnende Wahrheit.

Ist das nicht bei allen Beziehungen so? Sie wandeln sich und durchlaufen verschiedene Stadien. Dein Verhältnis zu einem Land und seiner Kultur macht da keine Ausnahme.

KBS World Radio

Es gibt da eine Radio-Reihe zum Thema Korea, die ich empfehlen möchte: KBS World Radio!

Explizit meine ich die Radioreihe von Jan Dirks, die du in der deutschen Version findest.

(Mit Jan habe ich zusammen Koreanistik in Hamburg studiert. Obwohl, so ganz trifft es das eigentlich nicht. Nicht zusammen! Gefühlt war er nämlich immer 10 Semester voraus, während ich noch dabei war, koreanische Doppelkonsonanten zu stammeln.)

Von ihm fühlte ich mich zu diesem Artikel inspiriert.

Geradezu aus der Seele spricht er mir mit seiner Dreiteiler-Folge: „Über die Entwicklung einer Beziehung“

Viel besser als ich drückt er hier seinen Beziehungsverlauf mit seiner Wahlheimat Südkorea aus. Wunderbar gestaltet, brilliant formuliert und humorvoll unterteilt er seinen Bericht in die „Alles-Super-Phase“, die „Alles-Mist-Phase“ und die „Alles-…-Phase“

So ähnlich mach ich das jetzt auch…

Ich habe mich sehr gefreut, als ich seine Beziehungssicht bei KBS fand. Viele Erinnerungen kamen mir und nun kann ich mich nicht mehr länger zurückhalten.

Das hier ist jetzt meine Geschichte! Die Geschichte meiner Beziehung zu Südkorea.

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Podcast 01: Karsten Küstner – Der Hypnotiseur

Herzlich willkommen zum ersten Podcast von Klares Asien!

Ich war in meiner alten Heimatstadt Hamburg, um einen ebenso alten Freund auf eine Schale Tee zu treffen.

Ein paar Fragen hatte ich auch im Gepäck.

Karsten Küstner bietet sich an, wenn man Fragen hat.

Nicht nur, dass er einfach ein sehr angenehmer Mensch ist und Gespräche stets inspirierend und lustig sind. Sein Metier ist die Persönlichkeitsentwicklung. Er arbeitet professionell als Hypnotiseur, und bildet Menschen darin aus.

Für mich besonders spannend: Er hat ursprünglich Japanologie in München studiert und ebenfalls für längere Zeit in Japan gelebt und als einziger Ausländer in einer japanischen Firma gearbeitet.

Man sieht: Er verfügt über einen tiefen Erfahrungsschatz, den ich nur allzu gerne anzapfen möchte!

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Interkulturelles Training und… SMAP

Vorsicht! Ernstes Thema (siehe Bild)!

Was hat Kimura Takuya mit Yamato-Damashii zu tun?

Warum ist das Ende der berühmtesten japanischen Boy-Band SMAP auch für Gastschüler in Japan äußerst interessant?

Das alles, aber eigentlich viel mehr, war Inhalt des interkulturellen Trainings neulich in Berlin. Die Vorbereitung meinerseits ist nun abgeschlossen und in den nächsten Monaten werden sich 15 deutsche Schüler in Richtung Japan aufmachen. Da alle wichtigen Themen behandelt sind und der Finger auch auf unangenehme Stellen gelegt wurde, liegt es jetzt an ihnen, die verbleibende Zeit zu nutzen.

Ich hoffe sehr, dass mein Training bei den Teilnehmern nachhallt und die Sinne für die großartigen Lernmöglichkeiten dort drüben geschärft wurden. Denn eins ist klar: Tatsächlich in Japan zu leben, rückt alle in Deutschland gesammelten Vorstellungen in ein neues Licht. Aus einem Hobby wird eine reale Lebenserfahrung.  Weiterlesen

High School Programm – Mit GLS nach Japan

Mit GLS nach Japan.

Einige Oberstufler pausieren die hiesige Schule, um für ein Jahr ins Ausland zu gehen, Land und Leute kennenzulernen. Viele gehen in die USA, manche nach Japan.

Für mich sind diese „Japanverrückten“ ganz besonders.

Sich für Japan zu entscheiden, zeugt von außerordentlichem Interesse und Engagement. Dahinter steckt mehr als nur eine Auszeit vom gewohnten deutschen Schulalltag.

Bis zu zehn Monate leben sie meist in einer Gastfamilie und nehmen am Unterricht der japanischen High School teil. Davor habe ich Respekt, denn einerseits kann ich ihre Begeisterung und ihre Erwartungen verstehen, andererseits weiß ich, wie intensiv die Erfahrungen ganz bestimmt werden. Der Dauerbeschallung japanischer Kultur werden sie sich kaum entziehen können. Das ist nicht immer einfach. Ich versuche zu helfen. Weiterlesen

Hamburg, Heimat, Hypnose

Etwas verunsichert warte ich auf meinen Burger.

Ich kenne das System hier noch nicht richtig. Bezahlt habe ich ja schon, doch nun sitze ich in Reich- und vor allem Hörweite der Essensausgabe, um ja nichts zu verpassen.

Wir sind nicht in Tokio oder Seoul. Wir sind in Hamburg und ich bin ein Hamburger… und ja, ich esse jetzt auch einen. So, jetzt ist er raus, der Witz, bei dem sich schon so viele Asiaten schier weggeschmissen haben vor Lachen.

Mir ist aber gerade nicht zum Lachen, ich habe Hunger. Außerdem erwartet mich eine intensive Woche, auf die ich mich zwar freue, aber vor der ich auch ordentlich Respekt habe.

Ich lebe nun schon seit sieben Jahren in Heidelberg und viel zu selten war ich inzwischen in meiner Heimatstadt, in der ich geboren, aufgewachsen und meinen Uni-Abschluss erworben habe.

Was ist Heimat für dich? Weiterlesen

Reisen in Ostasien? Langsam bitte!

Achtsamkeit kann auf so viele Lebensbereiche angewendet werden.

Ich bin nicht immer achtsam. Manchmal will ich es auch nicht sein. Trotzdem: Seitdem ich mich mit dem Thema beschäftige, spezielle Übungen durchführe und stärker darauf achte, wie bewusst ich etwas mache, seitdem wächst der Wunsch, ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Kaffeetrinken ist ein gutes Beispiel. Morgens, noch kein Wort gesprochen, aus dem Fenster gucken, die Aromen einatmen und schmecken. Der Morgen öffnet sich und die bewussten ersten Schlucke geben den Takt des Tages an.

Das ist so eines dieser kleinen, unspektakulären Rituale, die ich in meinem Leben als äußerst gelungen ansehe.

Auch das Reisen möchte ich achtsamer gestalten. Weiterlesen

Oshogatsu und andere Überraschungen

Von 2008 bis 2011 habe ich in dieser kleinen, aber dennoch in Japan recht bekannten Stadt namens Onomichi gelebt. In der Hiroshima-Präfektur gelegen, direkt an der wunderschönen Inlandsee, zieht sie regelmäßig Touristen, Künstler und Filmemacher an.

Der Schiffsbau ist hier groß und Onomichi-Ramen das bekannteste Gericht. Außerdem spielt der neuste Teil der Videospielreihe „Yakuza 6“ teilweise in Onomichi. Das ist aber alles nur nebensächlich, denn in erster Linie wohnt die Familie meiner Frau hier. Weiterlesen