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Oshogatsu und andere Überraschungen

Von 2008 bis 2011 habe ich in dieser kleinen, aber dennoch in Japan recht bekannten Stadt namens Onomichi gelebt. In der Hiroshima-Präfektur gelegen, direkt an der wunderschönen Inlandsee, zieht sie regelmäßig Touristen, Künstler und Filmemacher an.

Der Schiffsbau ist hier groß und Onomichi-Ramen das bekannteste Gericht. Außerdem spielt der neuste Teil der Videospielreihe „Yakuza 6“ teilweise in Onomichi. Das ist aber alles nur nebensächlich, denn in erster Linie wohnt die Familie meiner Frau hier. Weiterlesen

Wie schwer ist Japanisch wirklich?

„Nicht reden, Suwo“, sagte er. „Heute abend wünschen denken.“ (John Blackthorne, S. 421)

 

Die gute Nachricht ist: Asiatische Sprachen sind gar nicht soo schwer.

Japanisch, Koreanisch, Chinesisch… kannst du lernen! Es geht. Es gibt genug wandelnde Vorbilder da draußen, die das bewiesen haben.

Ich, zum Beispiel, bin geradezu umzingelt von solchen Exemplaren.

In meinem Freundeskreis gibt es so viele Japanischkenner und -könner, dass ich schon überlegt habe, ihn zu wechseln. Ich brauche unbedingt mehr Freunde, die schlechter sind als ich!!

Heutzutage scheint es bei den jungen Leuten auch kaum noch Berührungsängste zu geben. Geradezu „respektlos“ schmeißen sie mit japanischen Begriffen um sich, texten sich sogar auf japanisch und wünschen sich morgens „Ohayou!“ und abends „Oyasumi!“ Und das, obwohl sie normale Schüler sind und noch nie in Japan waren. Der Austausch und die Informationsflut ist dank Internet enorm.

Sowas gab es bei uns früher nicht! Nicht bei uns!

Wir hatten noch Ehrfurcht. Unsere Quellen waren nicht das Internet oder Comics. Wir hatten andere Vorbilder.

John Blackthorne zum Beispiel. Und der hat sich noch so richtig quälen müssen. (Gleich mehr davon…^^)

Aber was nun? War die frühere Sichtweise nichts als ein furchtbares Missverständnis? Sind asiatische Sprachen also in Wirklichkeit ein Klacks?

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Fettnäpfchen? Tritt doch einfach mal rein!

Möchtest du gerne Tipps, um in Japan erfolgreich die schlimmsten Missgeschicke zu umschiffen? Ganz ehrlich: Ich weiß etwas Besseres!

Viele Teilnehmer meiner interkulturellen Trainings erwarten eine Art Gebrauchsanweisung: „Ich möchte wissen, wie ich in Japan Fettnäpfchen vermeiden kann.“, höre ich sehr oft. „Was darf ich machen, was nicht?“

Der Wunsch nach konkreten Verhaltensanweisungen ist groß, aber ich erfülle ihn in den meisten Fällen nur ungern. Nicht weil ich grundsätzlich gemein bin, sondern weil die Konzentration auf die „Dos and Don´ts“ Risiken birgt.

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Sommer in Asien? Bleib trotzdem cool!

Diese Hitze!

Der Sommer 2018 war so heiß und trocken, dass ein riesiger Baum direkt vor meiner Nase plötzlich umkippte.

Stell dir das mal vor!

Ehrlich, es war so, als ob die Realität einen Riss bekäme, als ob die Wahrnehmung mir einen Streich spielen würde. Es hat schon etwas Epochales, wenn ein Baumstamm so von alleine auseinander bricht und tot auf die Erde kracht.

Nun ist er vorbei, der Sommer 2018. Plötzlich wurde es kälter und schon hustet und schnieft es um mich herum. Kaum vorstellbar, aber vor wenigen Wochen hatten wir einen Sommer, der den Namen auch verdiente.

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Terrace House

こんばんは。テラスハウスは見ず知らずの男女6人が共同生活する様子をただただ記録したものです。用意したのはステキなおウチとステキな車だけです。台本は一切ございません。はい!

Um es vorwegzunehmen, ich liebe Terrace House.

Für alle, die Japanisch lernen und möglichst authentische Situationen und Gespräche studieren möchten, gibt es nichts besseres.

Das Prinzip dieser Realityshow ist schnell erklärt: Sechs junge Leute, drei Frauen und drei Männer, leben gemeinsam in einem seehr komfortablen Haus und werden dabei gefilmt. Das ist eigentlich alles.

Kommt uns das bekannt vor? Na klar! Weltweit gab es bereits die ein oder andere Version dieses Konzeptes und in Deutschland lief und läuft eine besonders tolle Variante!

24 Stunden Videoüberwachung und ein Haufen selbstdarstellerischer Idioten, eingepfercht in einem Container? So ist Terrace House nicht!

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Der Weg zur Sonnengöttin

Die Probleme fingen schon viele Monate vor unserer Reise nach Japan an.

Es war, als wir in Deutschland die Reise in der Reise planen wollten. Ich musste schließlich zugeben, dass meine Vorstellung, in Japan einfach spontan hier- und dorthin zu fahren, unrealistisch war. Nicht in der Neujahrszeit und auch nicht zu den Orten, zu denen wir wollten.

Ich mag das Gefühl eigentlich nicht, jeden Schritt im Voraus festlegen zu müssen. Wer richtet sich bei der Reise nun an wen? Bin ich immer noch das handelnde Subjekt oder muss ich mich dem Plan unterwerfen?

Ok, ich muss mich dem Plan unterwerfen!

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Ein normaler Flug nach Japan?!

Die Anreise verlief angenehm glatt. Ausreichend Zeitpuffer eingeplant, sind meine Frau und ich entspannt in den Flieger gestiegen. Wieder ausgestiegen sind wir eher als schlechte Kopie unserer Selbst. Eine merkwürdige Transformation zum Zombie, die da irgendwo zwischen Russland und der Mongolei passiert sein muss. Einmal würde ich es gerne schaffen, fit aus dem Flieger zu steigen.

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Der fremde, ferne Osten

Ich erlebe es an mir selbst und beobachte es bei anderen. Bei der Begegnung mit einer ungewohnten Kultur fallen mir zuerst die Unterschiede auf.

Diese Unterschiede warten ja auch förmlich an jeder Ecke auf mich: Im koreanischen Studentenwohnheim, in dem es eine Sperrstunde gibt (nach zehn kein Einlass mehr, es sein denn, man bettelt den dienstführenden Aufseher an), an der japanischen Supermarktkasse, an der meine Produkte sorgsam für mich eingepackt werden, oder an der koreanischen Ampel, die, einmal auf rot gesprungen, mir kaum Zeit lässt, das rettende Bürgersteigufer zu erreichen.

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